Zugvogel V / SF 27 

Ein Bericht von Josef Kreitz

 

In den Jahren 1954 bis 1958 entwickelte Dipl. Ing. Egon Scheibe die erfolgreichen “Zugvogel”, vom Typ I bis zum Typ IV,  

mit Spannweiten zwischen 15 und 17m.

Am Anfang der fünfziger Jahre begann die Epoche der Laminarprofile, welche auch in der “Zugvogel-” Reihe Verwendung fanden. Um mit der Anfang dersechziger Jahre aufkommenden Kunststoffbauweise mithalten zu können, entwickelte E. Scheibe von 1962 bis 1963 den Zugvogel III/B weiter in der bewährten Holz-Stahlrohrbauweise. Er setzte aber ein Laminarprofil von Prof.Wortmann ein und versprach sich insbesondere im Langsamflugbereich Verbesserungen. Dipl. -Ing. Scheibe nannte diese Weiterentwicklung “Zugvoge lV”, welcher später unter der Bezeichnung “SF-27” bekannt wurde. Ende 1965 konnte die Musterzulassung abgeschlossen werden. Es war ein Hochleistungsflugzeug der Standardklasse entstanden. Die “SF-27” ist in Gemischtbauweise aufgebaut. Der Rumpf als Stahlrohrkonstruktion (robust, reparaturfreundlich und fast unverwüstlich), 

die Tragflächen und Leitwerke in Holz.

 

 

Vorbild des Modells Mitte der 80ger Jahre.

 

  

Zum Modell

 

Das Modell wurde im Maßstab 1:4 nachgebaut. Damit erreicht es eine Spannweite von 3750mm. Der Nachbau des Modells basiert auf der Originaldreiseitenansicht der Firma Scheibe. Der Rumpf und die Tragflächen wurden komplett aus Holz gefertigt. Die Tragfläche ist in Holm- und Rippenbauweise aufgebaut, wobei die Rippen im Block gefertigt sind. Die Querruderbetätigung erfolgt über Bowdenzüge und Umlenkhebel, wobei im Rumpf je ein Servo pro Ruder eingebaut ist. Hierdurch können, unter Verwendung einer entsprechenden RC-Anlage die Querruder differenziert und auch als Wölbklappen betätigt werden. Als Störklappen wurden doppelstöckige  

(250mm Länge) eingebaut. Die Fläche ist mit 1,5mm Balsa beplankt.

 

Der Rumpf wurde in zwei Halbschalen aufgebaut. Dazu wurden paarweise Halbspanten angefertigt. Diese wurden auf den Plan geheftet und mit Kiefernleisten als Gurte verbunden. So werden zwei Hälften erzeugt die später aufeinander geleimt und beplankt werden. Das komplette Modell wurde mit Gewebefolie bespannt und anschließend lackiert.

 

Die SF 27 lässt sich um alle drei Achse sehr weich und ausgewogen steuern. Auch das Überziehverhalten des Modells ist sehr gutmütig. Das Modell geht lediglich in einen Sackflug über und kippt nicht über eine Tragfläche ab. Auch die Wirkung der Störklappen ist direkt, 

aber nicht kritisch.

 

Mit dem Nachbau der SF-27 konnte ich auf Anhieb den

Deutschen Meistertitel in der Sparte Semiscale erringen.

 

Das Modell im Landeanflug

 

 

 

Mittlerweile fliegen in unserem Verein vier SF27, zwei mit oben genannten Daten und zwei mit einer Spannweite von 4.5 m. 

Weitere SF mit Spannweiten oberhalb 5m sind geplant.

 

 

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